szmmctag

  • Farewell

    Sie werden es sicher bemerkt haben - ich bin nicht so gut im Abschiednehmen. Seit Tagen schleiche ich drumherum und überlege, wann und wie ich das hier zuende bringen werde. Aber es ist Zeit, nicht wahr? Ich habe vor ziemlich genau vier Jahren dieses Blog mit einer handvoll Texte über einen Urlaub in den Bergen von Málaga begonnen und so ist es gar nicht so absurd, dass es nun mit Urlaubsgrüßen von einem Ort endet, der nur ein paar Kilometer entfernt liegt.

    Leben Sie wohl, sie wunderbaren Menschen dort draußen. Lassen Sie es sich gut gehen und haben Sie vielen Dank für all' die Inspiration in den letzten vier Jahren. Für Ihr Mitgefühl, Ihre Begeisterung, Ihre Freude und Ihre Leidenschaft. Ich werde Sie wirklich vermissen.

    Und -- ich liebe Sie. So, jetzt ist es raus.

    _MG_0664

    signature

  • Freitagsrätsel

    Mama! Da ist ein Croissant-Flugzeug - guck!

    (Zugegeben, das ist eine harte Nuss. Trotzdem: Ideen, anybody?)

  • Children's Wisdom

    Mama! Wir können auch mit dem Auto nach Spanien fahren.
    Da müssen wir nur rechts abbiegen und auf die Autobahn Richtung Berlin fahren.
    Und dann sind wir schon fast in Spanien.
    Das habe ich auf der Kugel* gesehen.

    (Nicht ganz, mein Kind.)

    *Globus

  • Geburtstag

    Collage

    Sternzeit 16082011. Wir feiern einen Austronautengeburtstag.
    Space Camp Löwenkind, Training für angehende Junior Spaceranger. Auf dem Programm stehen Trainingseinheiten für Reparaturen an der Außenhülle des Spaceshuttles, Übungen zum Thema Flugbahn und Aerodynamik, eine Jagd auf einen wilden Alien mit anschließender Wasserbombenschlacht und eine Außenmission in den Wald. Ziel: Mondsteine finden. Echte Mondsteinen, versteht sich von selbst.

    Zum Abendessen wird es Space-Burger und Kartoffelspalten geben und am Ende der Party gehen acht kleine Jungs und Mädchen müde und glücklich in ihren hellblauen Uniformen nach Hause. Unter dem Arm eine Papiertüte mit echter NASA Eiscreme, eine Dose floureszierendem Alienschleim, Space-Knister-Kaugummi und einem kleinen Leinenbeutel voller Mondsteine. Und einer Urkunde, natürlich. Junior Spaceranger sind sie nun, steht da drauf und unter der Schmutzkruste in ihrem Gesicht blitzt ein kleines bisschen Stolz...

  • Liebeskind

    Der Sommer 2006 war genau so, wie ein Sommer sein sollte: Die Tage waren heiß und voller Sonnenschein, die Abende lau und Deutschland wurde beinahe Weltmeister. Lang war dieser Sommer und wunderschön. Irgendwann packte mich die Befürchtung, dass ich an einem dieser sehr, sehr heißen Tage im unklimatisierten Kreißsaal landen würde und ich fand diese Vorstellung nicht besonders verlockend. Aber erstmal genoss ich den Sommer und das Gefühl, ein Kind im Bauch zu tragen.

    Mitte August ändert sich das Wetter mit einem Mal und der Tag, an dem Du geboren bist, beginnt als kühler Spätsommermorgen. Es ist wenige Minuten vor acht und Du bist da - endlich, endlich. Die Sonne taucht die Welt gerade in ein sanftes, ganz goldenes Licht und wir sind noch vollkommen verzaubert von dem kleinen Wunder, das eben geschehen ist. Wir bleiben noch eine Weile zusammen und versuchen, zu begreifen. Ganz betrunken sind wir, von dem kleinen Glück, das da auf meinem Bauch liegt und das nun vorsichtig in diese verrückte Welt blinzelt. Und das fassungslose Grinsen auf unsern Gesichtern mag gar nicht mehr vergehen.

    Eine Weile später sitze ich mit Frau Perle zusammen, die gerade eben noch meine Hand gehalten und dann Deine Nabelschnur durchschnitten hat. Wir unterhalten uns ein bisschen über ganz unwichtige Dinge. Plaudern, während der Mann, der gerade Dein Vater geworden ist, mit Dir unterwegs ist, um Dich zu baden und anzuziehen. Noch immer ist alles so vollkommen unbegreiflich. Wir sind schrecklich albern und aufgekratzt, aber als Dein Vater mit Dir in den Raum zurückkommt, werden wir wieder ganz still.

    Am Abend dann sind wir alleine, Du und ich, und während Dein Vater zu Hause die Brötchen isst, die er morgens noch unbedingt kaufen musste. Du liegst auf meinem Bauch, Herz an Herz, Bauch an Bauch. Das Zimmer ist fast dunkel und im gegenüberliegenden Krankenhausflügel läuft auf irgendeinem Fernseher in irgendeinem Zimmer irgendein Fußballspiel. Ich werde in den nächsten Tagen kaum eine einzige Minute schlafen. Ich werde nicht lesen, nicht fernsehen. Ich werde Dich einfach ansehen und versuchen, zu verstehen.

    Erst als die Sonne am nächsten Tag langsam wieder aufgeht, begreife ich:
    Du bist mein Sohn. Und Du bleibst mir jetzt. Alles in diesem Moment ist ganz friedlich und still.

    Nun bist Du fünf. Fünf Jahre! Und wie können das eigentlich schon fünf Jahre sein und nicht erst gestern? Es ist gut, dass Du da bist, weil ich mich nämlich nicht mehr daran erinnern kann, wie das Leben vorher war. Nach fünf Jahren sind wir mehr den je eine Familie. Ein funktionierendes System. Jeder von uns hat seinen Platz, seine Aufgabe in unserem kleinen Universum. Die Veränderungen des letzten Jahres sind manchmal schmerzhaft, aber ebenso faszinierend, unglaublich, unfassbar. Fünfjährige lieben es, die Welt zu hinterfragen, auszuprobieren, zu diskutieren und zu streiten. Sie haben einen provozierenden Augenaufschlag, ein gewinnendes Lächeln und sie möchten gerne ernst genommen werden. Sie sind empfindsam und verunsichert wie Zweijährige und lieben die Freiheit und das Leben wie Sechzehnjährige. Was für ein Spagat!

    Mein Kind. Du bist genau richtig, so, wie Du eben bist und es ist gut so, wie es ist - wir haben Dich vom ersten Moment an geliebt. Nein, das stimmt nicht. Eigentlich muss es nämlich heißen: Wir haben wir Dich schon vom ersten Gedanken an geliebt.


"We write to taste life twice,
in the moment and in retrospection."

Anais Nin


"Unfug denkt man sich nicht aus.
Unfug wird's von ganz allein.
Aber dass es Unfug war,
weiß man erst hinterher."

Astrid Lindgren - Michel aus Lönneberga

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